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Deutsch ist eine plurizentrische Sprache, die in mehreren Ländern gesprochen wird. Darunter gehört auch die Schweiz, ein Land, in dem Deutsch sowohl eine Landessprache als auch eine Amtssprache ist.
In diesem Seminar geht es zunächst darum, das Deutsche von anderen Sprachen abzugrenzen und zu klären, wie man das für die Deutschschweiz charakteristische Nebeneinander von Standardsprache und Dialekt beschreiben kann. Im Weiteren werden verschiedene Aspekte des „schweizerischen“ Deutsch genauer beleuchtet, unter anderem die folgenden Punkte:

  • Seit wann wird in der Schweiz Deutsch gesprochen – und um welche Formen ging/geht es dabei?
  • Welche Unterschiede gibt es zwischen Schweizerdeutsch, Schweizer Standardsprache und allgemeiner Standardsprache?
  • Was bedeutet Diglossie, was Zweisprachigkeit? Welche Gründe sprechen dafür, in der Deutschschweiz von einer Diglossiesituation bzw. von einer Zweisprachigkeitssituation auszugehen? 
  • Wie verläuft der Hochdeutsch- und Dialekterwerb in der Deutschschweiz?
  • Welchen Stellenwert haben die Sprachen in der Schweizer Sprach- und Schulpolitik?
  • Auf welchen Ebenen zeigen sich Unterschiede zwischen Schweizer Standardsprache und anderen Formen des Standards?
  • Was sind Helvetismen, wie lassen sie sich beschreiben und welchen Stellenwert haben sie in Schweizer Texten?
  • Wie wird das Schweizer Standartdeutsch wahrgenommen, wie das Deutsche Standartdeutsch?
  • Wie werden die unterschiedlichen Dialekte wahrgenommen? Welche Attribute werden den Sprecher:innen zugeschrieben?

Daneben können für die Referate auch andere Themen berücksichtigt werden.
 
Voraussetzungen für den Besuch des Seminars sind eine regelmässige Teilnahme und eine aktive Mitarbeit, unter anderem in Form eines Referats.

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