- Trainer/in: Evelyn Dueck
Objectif
Dieses Seminar bietet die Gelegenheit, sich intensiv im Abfassen von schriftlichen Arbeiten im Bereich der Neueren deutschen Literaturwissenschaft zu üben. Während des Semesters werden mehrere kürzere Arbeiten geschrieben und gemeinsam besprochen. Dabei gilt die Aufmerksamkeit sowohl der Fähigkeit, eigene Interpretationsansätze zu entwickeln und argumentativ überzeugend zu präsentieren als auch den Techniken der Informationsbeschaffung und dem Umgang mit der Sekundärliteratur.
Descriptif
Den thematischen Rahmen für dieses Seminar bilden ausgewählte Fabeln aus der Neueren deutschen Literatur, in denen Tiere als handelnde Figuren auftreten. Als Fabel bezeichnet man eine kürzere Erzählung, die in Prosa oder in Versen verfasst sein kann und in der Tiere, aber auch Pflanzen oder Dinge menschliche Eigenschaften besitzen und wie Menschen handeln. Das Ziel der Fabel ist es, die Leser:innen durch treffsichere und überraschende Pointen zu belehren. War die Fabel bereits in der europäischen Antike und im Mittelalter weit verbreitet, so entwickelte sich erst im 18. Jahrhundert eine bedeutende deutschsprachige Tradition, die durch den französischen Fabeldichter Antoine Houdar de la Motte inspiriert war. Zu den wichtigsten Autoren gehören Christian Fürchtegott Gellert, Gotthold Ephraim Lessing und Gottlieb Konrad Pfeffel. In diesem Seminar lernen wir nicht nur die wichtigsten Merkmale der Fabel kennen, sondern betrachten über den Schwerpunkt im 18. Jahrhundert hinaus auch Beispiele aus dem 19. und 20. Jahrhundert.
