- Trainer/in: Evelyn Dueck
- Trainer/in: Christine Weder
Objectif
Ziel des Seminars ist es, den Studierenden anhand des Themas 'Gemüse' einen Einblick in die Lyrik der neueren deutschen Literatur vom Barock bis zur Gegenwart zu geben und mithilfe konkreter Beispiele die Methoden der Lyrikanalyse zu üben sowie zentrale Begriffe der Lyriktheorie zu diskutieren.
Descriptif
Auf der Internetseite des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit findet sich die 'Schweizer Lebensmittelpyramide'. Diese empfiehlt den täglichen Verzehr von drei Portionen Gemüse und das möglichst in verschiedenen Farben. Die vegetarische oder vegane Ernährung ist jedoch nicht erst ein Trend des 21. Jahrhunderts; viele bekannte Schriftsteller:innen verzichteten bereits vor langer Zeit auf tierische Produkte. Die meisten Gemüsesorten haben ausserdem eine lange Geschichte und sind das Ergebnis von Züchtungen und Handelskontakten mit anderen Kulturen und Weltregionen. Es ist deswegen nicht überraschend, dass Gemüse auch in der Kunst seinen markanten Auftritt hat, vor allem in Malerei und Literatur. Dort ist es zwar nicht mehr essbar, wird jedoch oft besonders farbenfroh dargestellt und mit verschiedenen Bedeutungen belegt. So können Karotten, Gurken oder Tomaten für Fruchtbarkeit und Reichtum stehen, aber auch für die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens.
In diesem Seminar widmen wir uns der Darstellung von Gemüsesorten in der neueren deutschen Lyrik vom Barock bis in die Gegenwart. Anhand genauer Textlektüren und Seitenblicken auf die Kultur- und Literaturgeschichte fragen wir, wie das Gemüse in der Gattung der Lyrik präsentiert wird. Geht es - zum Beispiel - bei der gedichteten Kartoffel weiterhin um ein Nahrungsmittel oder steht sie vielmehr für das deutsche Spiessertum oder das politische Aufbegehren der armen Bevölkerung? Und welche Mittel setzt das Gedicht ein, um das Gemüse durch Worte sichtbar, ja vielleicht sogar dessen Geschmack spürbar zu machen?
In diesem Seminar widmen wir uns der Darstellung von Gemüsesorten in der neueren deutschen Lyrik vom Barock bis in die Gegenwart. Anhand genauer Textlektüren und Seitenblicken auf die Kultur- und Literaturgeschichte fragen wir, wie das Gemüse in der Gattung der Lyrik präsentiert wird. Geht es - zum Beispiel - bei der gedichteten Kartoffel weiterhin um ein Nahrungsmittel oder steht sie vielmehr für das deutsche Spiessertum oder das politische Aufbegehren der armen Bevölkerung? Und welche Mittel setzt das Gedicht ein, um das Gemüse durch Worte sichtbar, ja vielleicht sogar dessen Geschmack spürbar zu machen?
Bibliographie
Alle Gedichte und Textausschnitte werden auf Moodle zur Verfügung gestellt.
Cours conseillés
Il est recommandé d'avoir préalablement réussi le module BA2.
